Die Energiewende in der Schweiz ist in vollem Gang. Während viele Gebäudeeigentümer primär an den Ersatz fossiler Heizungen durch Wärmepumpen oder Fernwärme denken, wird eine der effizientesten Massnahmen zur Betriebsoptimierung oft übersehen: der hydraulische Abgleich.
Die Energiewende in der Schweiz ist in vollem Gang. Während viele Gebäudeeigentümer primär an den Ersatz fossiler Heizungen durch Wärmepumpen oder Fernwärme denken, wird eine der effizientesten Massnahmen zur Betriebsoptimierung oft übersehen: der hydraulische Abgleich . In diesem Fachartikel erfahren Sie, warum dieser technische Eingriff für die Energieeffizienz Ihrer Immobilie entscheidend ist, welche gesetzlichen Anforderungen in der Schweiz gelten und wie viel Heizkosten Sie durch eine korrekt eingestellte Anlage tatsächlich einsparen können. Was genau ist ein hydraulischer Abgleich? Stell
en Sie sich vor, Sie drehen in einem Mehrfamilienhaus alle Heizkörper voll auf. In einem nicht abgeglichenen System passiert meist Folgendes: Die Heizkörper, die nah an der Umwälzpumpe liegen, werden glühend heiss, während die weiter entfernten Zimmer – etwa in den oberen Stockwerken oder am Ende des Strangs – kaum warm werden. Der Grund dafür ist simpel: Wasser wählt immer den Weg des geringsten Widerstands. Ohne Regulierung fliesst zu viel Wasser durch die nahen Anlagenteile und zu wenig durch die fernen. Beim hydraulischen Abgleich sorgt ein Fachmann dafür, dass durch jeden Heizkörper oder
jeden Heizkreis einer Bodenheizung genau die Wassermenge fliesst, die benötigt wird, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen. Dies geschieht durch die Berechnung der Heizlast und die entsprechende Einstellung von voreinstellbaren Thermostatventilen, Strangregulierventilen und der Pumpenleistung. Warum der hydraulische Abgleich in der Schweiz Pflicht ist In der Schweiz ist der hydraulische Abgleich nicht nur eine Empfehlung für Sparfüchse, sondern in vielen Fällen eine gesetzliche Notwendigkeit. Die rechtliche Grundlage bilden die kantonalen Energiegesetze, die sich meist an den Mustervor
schriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn) orientieren. 1. MuKEn 2014 und kantonale Umsetzung Die meisten Kantone verlangen bei einer wesentlichen Änderung am Heizsystem (z. B. beim Kesselersatz) eine Optimierung des Gesamtsystems. Ein hydraulischer Abgleich ist hierbei oft das Standardverfahren, um nachzuweisen, dass die Anlage effizient betrieben wird. 2. Anforderung beim Wärmepumpen Ersatz Wer von Öl oder Gas auf eine Wärmepumpe umsteigt, kommt um den hydraulischen Abgleich nicht herum. Wärmepumpen arbeiten mit deutlich niedrigeren Vorlauftemperaturen. Damit die Effizienz (COP Wert) de