Ein stechender, fauliger Geruch, der an faule Eier oder Knoblauch erinnert – das ist das typische Warnsignal für austretendes Erdgas. Auch wenn moderne Gasanlagen in der Schweiz nach höchsten Sicherheitsstandards installiert sind, ist bei Gasgeruch höchste Vorsicht geboten. Erdgas ist hochexplosiv,
Ein stechender, fauliger Geruch, der an faule Eier oder Knoblauch erinnert – das ist das typische Warnsignal für austretendes Erdgas. Auch wenn moderne Gasanlagen in der Schweiz nach höchsten Sicherheitsstandards installiert sind, ist bei Gasgeruch höchste Vorsicht geboten. Erdgas ist hochexplosiv, sobald es sich in einer bestimmten Konzentration mit der Umgebungsluft vermischt. Als Fachredakteur der HEiZEN24 AG erklären wir Ihnen in diesem Leitfaden, wie Sie sich im Ernstfall richtig verhalten, welche technischen Hintergründe Sie kennen sollten und welche Telefonnummern in der Schweiz sofort
kontaktiert werden müssen. Warum riecht Erdgas überhaupt? Erdgas ist von Natur aus geruchlos, ungiftig und farblos. Damit Leckagen in Gebäuden frühzeitig bemerkt werden können, mischen die Schweizer Gasversorger dem Gas einen sogenannten Odorierungsstoff bei (meist organische Schwefelverbindungen oder schwefelfreie Acrylate). Dieser künstliche Warnhinweis ist so penetrant, dass die menschliche Nase ihn bereits bei kleinsten Konzentrationen wahrnimmt – lange bevor eine Explosionsgefahr besteht. Die 5 goldenen Sofortmassnahmen bei Gasgeruch Wenn Sie in Ihrer Wohnung, im Treppenhaus oder im Kelle
r Gasgeruch wahrnehmen, zählt jede Sekunde. Bewahren Sie Ruhe und befolgen Sie strikt diese fünf Schritte: 1. Keine Funkenbildung – Strom und Feuer vermeiden Das ist die wichtigste Regel: Vermeiden Sie alles, was einen Funken erzeugen könnte. Betätigen Sie keine Lichtschalter oder Elektrogeräte. Benutzen Sie kein Telefon oder Mobiltelefon innerhalb der Gefahrenzone. Ziehen Sie keine Stecker aus der Dose. Zünden Sie keine Zündhölzer oder Feuerzeuge an. Rauchen Sie nicht. Selbst die statische Entladung beim Ausziehen eines Pullovers oder das Klingeln an der Haustür kann im Extremfall ausreichen,
um eine Explosion auszulösen. 2. Querlüften: Fenster und Türen weit öffnen Sorgen Sie für einen schnellen Luftaustausch, um die Gaskonzentration im Raum zu senken. Öffnen Sie Fenster und Türen so weit wie möglich. Wichtig: Benutzen Sie keine Dunstabzugshauben oder elektrische Ventilatoren, da deren Motoren Funken ziehen können. 3. Gashahn schliessen Falls es ohne Gefahr möglich ist, schliessen Sie die Hauptabsperreinrichtung (HAE) des Gasanschlusses. Diese befindet sich meist direkt beim Gaszähler oder dort, wo die Gasleitung ins Gebäude eintritt. Drehen Sie den Hahn quer zur Leitung. 4. Mitb